Winter
Die drei Monate des Winters sind die Jahreszeit des Zuschließen und Speicherns.
Das Wasser hört auf zu fließen und gefriert zu Eis. So sind auch
die eigenen Energien im Winter tiefer im Innern des Körpers und sollten
möglichst wenig gestört oder in Anspruch genommen werden. Die Empfehlungen
der chinesischen Medizin für diese Jahreszeit ist, möglichst früh
ins Bett zu gehen und erst spät am folgenden Tag aufzustehen. Die Aktivitäten
sollten begrenzt sein, die Kälte ist zu meiden und die Wärme zu suchen.
Es ist eine Zeit der Ruhe und der inneren Einkehr, die Samen vom Herbst können
nun ruhen, um im Frühling mit ganzer Kraft wieder hervorzubrechen.
Im
Winter ist es unangebracht, viel zu schwitzen, so dass die im Westen so beliebten
winterlichen Saunagänge aus Sicht der chinesischen Medizin völlig
unangebracht sind und den Körper eher schwächen als stärken.
Hierdurch wird der Körper sogar infektanfälliger, als dass die Immunabwehr
gesteigert wird. Die Kälte kann nach dem Schwitzen direkt durch die offenen
Hautporen in den Körper eindringen. In dieser Jahreszeit sind vor allem
die Blase und die Niere von der Kälte betroffen. Die untere Körperhälfte
sollte deshalb besonders warm gehalten werden.
Ratschläge zur Ernährung im Winter.
Jetzt ist die Zeit für warme, herzhafte Suppen, gekochtes Getreide, geröstete
Nüsse und Samen. Kohl, Soja, Bohnen und Linsen wärmen den Körper
von innen. Diese Nahrungsmittel müssen alle über eine lange Zeit mit
wenig Wasser und niedriger Temperatur gekocht werden. Wurzelgemüse und Sellerie
stärken den Körper in dieser Jahreszeit. Auch gut ist Fleisch, das
lange Zeit im Ofen oder auf dem Herd gebacken oder gebraten wird. Die Wärme
des Körpers soll möglichst nach innen gezogen werden, so dass die Oberfläche
kühler bleibt; so kommen wir mit den kalten Außentemperaturen besser
zurecht. Scharfe Gewürze, die zwar zuerst Wärme erzeugen, die aber
dann an die Oberfläche geht, sind zu meiden. Im Winter kann im Gegensatz
zu den anderen Jahreszeiten etwas mehr Salz verwendet werden.