Die Massage ist eine der ältesten Heilformen der Welt. Das Wort Massage leitet sich ab aus dem griechischen
masso = kneten. Es ist letztendlich eine Weiterentwicklung des instinktiven Bedürfnisses,
eine schmerzhafte Stelle des Körpers zu berühren, so wie wir es tun,
wenn wir eine verletzte Stelle drücken und reiben. Massage ist eine Be-HAND-lung,
das heißt, wir berühren oder wir lassen uns berühren. Dadurch
spüren wir Hautkontakt, Wärme, wir spüren, daß wir nicht
alleine sind. Ohne Berührung würden wir verkümmern, da es für
unsere Sinne lebenswichtig ist, mit Reizen versorgt zu werden. Ein Mangel an
Körperkontakt kann zu einer körperlichen und emotionalen Unterentwicklung
führen.
Die klassische Massage ist die Behandlung der Weichteile des Körpers. Sie
entstand im 19. Jahrhundert und verdankt ihren Namen dem Schweden Peer Henrik
Link, der die Massage erstmals wissenschaftlich untersuchte. Deshalb wird sie
auch schwedische Massage genannt.
In ein anderes System ist die östliche Massagetherapie eingebunden, wo sich
die Techniken an dem Meridiansystem orientieren und nicht vorrangig an den Muskelschichten.
Die Wirkung der Massage ist vielfältig. Sie bezieht alle manuell erreichbaren
Gewebsschichten in die Behandlung ein. Sie wirkt durch die Haut auf tiefer liegendes
Gewebe, Bindegewebe, Muskeln, Sehnen und Nervenfasern.
Durch eine Kapillarerweiterung kommt es zu einer erhöhten Durchblutung.
Die Zellen werden vermehrt mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Schlacken
und Verspannungen werden herausgepreßt. Das Gewebe wird von Milchsäure
und anderen Schadstoffen befreit. Durch die erhöhte Blutzirkulation wird
das Rückflußsystem von Venen und Lymphe unterstützt.
Über eine Berührung der sensiblen Nervenendigungen wird eine allgemeine
Wirkung
auf das vegetative Nervensystem ausgeübt. Je nach Technik wirkt die Massage
belebend oder beruhigend und übt einen regulierenden Einfluß auf Atmung,
Schlaf und Blutdruck aus. Sie mobilisiert die körpereigene Abwehr und vermittelt
ein Gefühl von Wohlbefinden, da Endorphine ausgeschüttet werden. Somit
wird die Lebenskraft gestärkt und Krankheitsprozessen vorgebeugt. Durch
den Haut-Organ-Reflex erreicht der Berührungsreiz über eine segmentale
Umschaltung die inneren Organe.